Ich habe damals gedacht, ich will nur die alten Spiele zocken, aber umso mehr man sich mit moderner Amiga HArdware beschäftigt, desto flexiblere Hardware brauchst du.
Und das ist genau der Punkt. Viele holen ihre Kisten wieder raus aus zwei Gründen:
a) Nostalige, Erinnerungen, zurückholen der guten „alten Zeiten“ und / oder um einfach die alten Games wieder zu zocken.
b) die alten Kisten werden wieder hervorgeholt, weil man gehört hat, dass man damit gerade gut Kohle machen kann.
Über b) will ich mich mal ausschweigen.
Widmen wir uns kurz a)
Seien wir mal ehrlich, 90%+ kommen genau aus diesem Grund zuerst zu den Kisten zurück und dann beschäftigt man sich wieder mehr mit dem Thema und merkt, das es tatsächlich soviele neue Erweiterungen gibt, die es möglich machen, den Amiga in das "Hier und Jetzt" zu holen. Natürlich nicht in allen Bereichen (moderne Internetseiten), aber bedienungstechnisch war und ist die Amiga Oberfläche kaum gealtert und geht noch gut von der Hand (subjektive Meinung).
Gleichzeitig sind wir aber an den heutigen Komfort moderner Rechner gewöhnt. Unweigerlich geht es dann los mit den Erweiterungen. Und ja, das macht Spaß, allerdings sollte man genau überlegen, wo die Reise hingehen soll, denn sonst wird es schnell teuer. Und es kann auch frustrierend sein, denn wir reden hier über 40 Jahre alte Rechner, die mit neuen, zumeist Homebrew Hardware Entwicklungen, funktionieren sollen. Zudem sollte man es mit der Anzahl an Erweiterungen in einem Gerät auch nicht übertreiben, daher mein Rat, weniger ist manchmal mehr und besser zu beherrschen/konfigurieren.
Daher gilt auch beim PiStorm: in das Thema einlesen, Zeit nehmen und sich mit den Details beschäftigen bevor man kauft. Und hier und da muss man bereit sein Kompromisse zu machen. Und Zeit nehmen beim Einbau und konfigurieren.
Und nicht jedes Amiga Modell eignet sich für spezifische Zwecke. Zum Beispiel zum Zocken einen aufgerüsteten Amiga 4000 benutzen ist meist keine gute Idee, denn viele Spiele laufen unter bestimmten Komponenten nicht und man muss bereit sein viel zu konfigurieren. Denn im A4000 sind meist entsprechend Erweiterungen eingebaut, die dann irgendwie alle zusammen funktionieren müssen. Bei Anwendungen meinst kein Problem, aber dann ein meist älteres Spiel starten und es kann mit den Problemen oder Inkompatiblitäten losgehen (kann, muss nicht).
Ein Amiga 500 ist eine gute Basis für insbesondere die guten alten Spiele, aber man kommt sehr schnell an die Grenzen insbesondere bei wenig Speicher. Der PiStorm für den Amiga 500 ist eine grandiose Hardware Erweiterung. Wer aber auch AGA-Spiele spielen will schaut beim Amiga 500+PiStorm in die Röhre. Muss nicht schlimm sein, ist nur ein Beispiel.
Die klassischen Erweiterungen, insbesondere die von icomp oder von Hobby-Hardware-Guru Matze (Matthias Heinrichs) sind tolle Erweiterungen mit hoher Kompatiblität. Allerdings auch hier gilt, die damaligen Spiele waren auch Stock nicht immer auf jedem System lauffähig und so kann es auch heute passieren, dass sie nicht funktionieren.
Lange Rede… Was ich damit sagen will, man kommt nicht drumherum Kompromisse zu machen und sich damit zu beschäftigen, was man eigentlich mit dem Amiga machen will und man muss bereit sein, sich in die ganzen Details einzuarbeiten, wenn 40 Jahre alte Hardware auf moderne Erweiterungen und Software trifft. An Plug&Play war damals beim Amiga nicht zu denken und ist es auch heute noch.
Daher lass Dir Zeit
@Fauli085 und schau Dir das eine oder andere Video an und lese Dich in die PiStorm Thematik aber auch die anderen Möglichkeiten nochmal ein. Dein A1200 im Plexilaser Gehäuse sieht klasse aus und ich glaube, Du willst mehr als nur „alte Spiel zocken“. Und ich finde das „mehr“ und den Amiga ein bisschen in das „Hier und Jetzt“ holen hat einen großen Reiz. Der PiStorm scheint mir für Dich eine gute Option Zu sein.